Deutsch lernen

Anleitung zum Deutsch lernen

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Anleitungen, Hilfe und Übungen für Deutsch

Schenkt man einer alten Redewendung Glauben, so ist die deutsche Sprache eine schwere Sprache. Aber ist die deutsche Sprache, die immerhin die am häufigsten gesprochene Muttersprache in Europa ist, wirklich so kompliziert?

Ist es tatsächlich schwieriger, Deutsch zu lernen und die deutsche Sprache gekonnt, grammatikalisch richtig und stilsicher einzusetzen als andere Sprachen? Diesen und vielen anderen Fragen rund um die deutsche Sprache gehen wir nach mit vielen Anleitungen und Aufgaben zum Deutsch lernen.

Wir laden Sie dazu ein, die deutsche Sprache einmal näher unter die Lupe zu nehmen und herauszufinden, was ihre Besonderheiten sind, welche Gesetzmäßigkeiten es gibt und wo typische Fehlerquellen lauern. Wir beschreiben wichtige Fachbegriffe auf verständliche Art und erklären Ihnen die Grammatik-, Rechtschreib- und Zeichensetzungsregeln anhand von Beispielen und Anleitungen.

Tipps, Eselsbrücken und Übungen helfen dabei, die Sprachkenntnisse auf unterhaltsame Weise auszubauen und zu vertiefen.

Wir informieren Sie aber natürlich auch über die Möglichkeiten, die deutsche Sprache zu lernen und stellen Ihnen verschiedene Lernmethoden vor.

Einige Anleitungen, Dokumentationen und Übungen:

 

Drei Artikel, vier Fälle und fünf Mehrzahlformen

Zu den größten Hürden beim Erlernen der deutschen Sprache gehören die drei Artikel. Jedes Hauptwort im Deutschen hat ein grammatikalisches Geschlecht und ist dabei männlich, weiblich oder neutral. So heißt es beispielsweise der Pullover, die Hose und das Hemd. Die Schwierigkeit liegt aber nicht allein darin, dass es drei Artikel gibt, sondern darin, dass die Zuordnung des grammatikalischen Geschlechts nicht immer logisch erscheint.

Ein Mädchen etwa ist zwar eindeutig ein weibliches Kind, grammatikalisch gesehen jedoch neutral, denn es heißt das Mädchen.

Ein Hammer oder eine Schaufel wiederum sind zweifelsfrei Sachen, trotzdem sind es aber der Hammer und die Schaufel.

Beim Deutsch lernen bleibt dem Lernenden letztlich also nicht anderes übrig, als sich die jeweilige Vokabel zusammen mit ihrem Geschlecht  einzuprägen. Ganz willkürlich ist die Zuordnung der Artikel aber auch wieder nicht, denn es gibt durchaus Regelmäßigkeiten. So sind beispielsweise Wörter, die auf -ling enden, in aller Regel männlich, während die Endung -keit auf das weibliche Grammatikgeschlecht hinweist.

Grammatikalische Fälle

Grammatikalische Fälle gibt es im Deutschen einen mehr als Artikel. Mit dem Nominativ, dem Genitiv, dem Dativ und dem Akkusativ gibt es nämlich vier Fälle. In welchem Fall ein Wort steht, ergibt sich aus dessen Funktion im Satz. Gleichzeitig entscheidet der Fall über die Position im Satz und darüber, in welcher Form der Artikel benutzt werden muss.

So wird der Mann zu des Mannes, wenn über seinen Besitz gesprochen wird, während er zu dem Mann wird, wenn ihm etwas übergeben wird. Stellt eine Person hingegen fest, dass sie ihn kennt, wird der Mann zu den Mann. Wer das System der grammatikalischen Fälle einmal verstanden hat, wird sich allerdings nicht allzu schwer damit tun. Verglichen mit anderen Sprachen wie etwa dem Russischen oder Latein, sind vier Fälle außerdem eine recht überschaubare Anzahl.

Etwas schwieriger wird es dann wieder, wenn es darum geht, den Plural, also die Mehrzahl eines Wortes zu bilden. Die deutsche Sprache kennt nämlich gleich fünf verschiedene Varianten. So wird die Mehrzahl von einigen Wörtern gebildet, indem die Endungen -e, -er, -(e)n oder -s angehängt werden, Beispiele hierfür sind Jahr und Jahre, Ei und Eier, Tafel und Tafeln sowie Federboa und Federboas. Als fünfte Variante kann ein Vokal in einen Umlaut umgewandelt werden.

In diesem Fall werden etwa aus einem Apfel mehrere Äpfel. Daneben gibt es noch Sonderformen des Plurals. Hierzu gehört der sogenannte Nullplural, bei dem sich das Wort wie bei beispielsweise Gürtel, Kuchen oder Lebewesen nicht verändert. Weitere Sonderformen finden sich häufig bei Fremdwörtern.

Hauptwörter und Zeitformen

Vieles ist einfacher, als es zunächst scheint

Bis hierhin klingt es tatsächlich so, als wäre die deutsche Sprache ganz schön anspruchsvoll. Aber es gibt durchaus auch Elemente, die vieles vereinfachen. So werden im Deutschen beispielsweise alle Hauptwörter immer und ohne Ausnahme groß geschrieben. Diese Grundregel hat sich weder durch die Rechtschreibreform noch durch die weit verbreitete Unsitte, vor allem in E-Mails grundsätzlich alles klein zu schreiben, nicht geändert. Ein anderes Beispiel sind die Zeitformen.

Die deutsche Grammatik unterscheidet zwar traditionell zwischen sechs verschiedenen Zeitformen, allerdings wird der korrekte Gebrauch nicht ganz so streng gesehen. So ist es im Deutschen beispielsweise grammatikalisch richtig, die Gegenwartsform zu verwenden, obwohl von der Zukunft gesprochen wird.

An Sätzen wie „Ich fahre morgen in Urlaub.“ oder „Ich habe nächste Woche einen Termin beim Zahnarzt.“ ist somit aus grammatikalischer Sicht überhaupt nichts auszusetzen. Ein weiterer angenehmer Aspekt ist, dass die deutsche Sprache sehr gerne mit Wortzusammensetzungen arbeitet. Das bedeutet, um ein neues Wort zu bilden, werden einfach zwei oder mehr Wörter aneinandergereiht. Fällt jemandem das gesuchte Wort einmal partout nicht ein, kann er somit versuchen, ein Synonym zu finden, indem er ein neues Wort bildet.

Deutsche Sprache, schwere Sprache?

Ob die deutsche Sprache schwierig zu lernen ist oder ob nicht, muss jeder für sich selbst beantworten. Dem einen wird es vielleicht sehr leicht fallen, das Deutsche zu lernen, während sich ein anderer möglicherweise damit schwertun wird.

Sicherlich spielt die Muttersprache auch eine Rolle. So wird jemand, der Dänisch oder Holländisch als Mutersprache spricht, vermutlich schneller mit der deutschen Sprache zurechtkommen als jemand, dessen Muttersprache das Spanische, das Chinesische oder das Arabische ist. Ein weiterer Faktor ist das Alter. Kinder lernen Sprachen schneller und leichter als Erwachsene.

Aber auch so mancher, der Deutsch als Mutersprache spricht, hat mitunter größere Schwierigkeiten mit der Sprache als ihm lieb ist. Hierfür wiederum gibt es mehrere Gründe. Die Ende der 1990er-Jahre durchgeführte Rechtschreibreform sollte eigentlich vieles vereinfachen. Vor allem für die älteren Generationen sind die deutsche Rechtschreibung, die Grammatik und die Zeichensetzung aber noch schwieriger geworden, weil plötzlich alles das, was sie einst gelernt hatten und sicher beherrschten, nun nicht mehr richtig zu sein scheint.

Geschrieben wie Gesprochen

Die jüngeren Generationen wiederum scheinen die Regel verinnerlicht zu haben, dass alles so geschrieben wird, wie es gesprochen wird. Vom Grundprinzip her ist das zwar nicht falsch, allerdings lässt sich diese Regel nicht bedingungslos anwenden, denn “isch” oder “fät” statt “ich” und “fett” sehen auch die neue Rechtschreibregeln nicht vor.

Ein anderer Grund ist sicherlich, dass viele heute überwiegend am Computer schreiben, der Fehler automatisch korrigiert oder zumindest durch eine rote Linie darauf hinweist. Werden dann einmal ein Brief oder eine Karte von Hand geschrieben, ist die Unsicherheit oft groß. Hinzu kommt, dass die Muttersprache oder eine im Alltag ständig genutzte Sprache oft intuitiv gesprochen wird. Das bedeutet, es wird nicht großartig darüber nachgedacht, sondern es wird so gesprochen und geschrieben, wie es sich richtig anfühlt, richtig aussieht oder richtig anhört. Grammatikalische Fachbegriffe und Regeln geraten da nach der Ende der Schulzeit schnell in Vergessenheit.

Es gibt also genug Gründe, sich mit der deutschen Sprache auseinanderzusetzen, egal ob sie neu gelernt, die vorhandenen Sprachkenntnisse vertieft oder das Wissen aufgefrischt werden soll.

In diesem Sinne “Herzlich willkommen!” und viel Spaß auf unseren Seiten!

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One Comment

  1. Fitti sagt:

    Hi Leudde,
    ihr solltet vielleicht auch mal Mundart, Dialekte und Kauderwelsch unter die Luppe nehmen.

    Euer Mac Fittey

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