10 deutsche Eigenheiten

10 deutsche Eigenheiten

Urige Biergärten, leckere Bratwurst, chice Autos, weltberühmte Schlösser, malerische Gebirge, raue Küsten, Metropolen wie Berlin und Hamburg: Deutschland hat viel zu bieten. Doch es sind nicht nur die Leute, die abwechslungsreichen Landschaften, der hohe Lebensstandard oder die Kultur, die Deutschland ausmachen. Wie jedes Land gibt es auch einige Eigenheiten, die als typisch deutsch gelten und für einen Nicht-Deutschen mitunter etwas gewöhnungsbedürftig sind. Beispiele gefällig?

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10 deutsche Eigenheiten

In diesem Beitrag haben wir 10 deutsche Eigenheiten zusammengetragen!:

  1. 10 Uhr bedeutet in Wirklichkeit 09.55 Uhr

Ordnung, Disziplin und Pünktlichkeit sind Tugenden, die als typisch deutsch gelten. Und tatsächlich legen die meisten Deutschen sehr viel Wert darauf, dass Termine eingehalten werden.

Vor allem bei offiziellen Terminen, geschäftlichen Treffen oder Verabredungen gehört es zum guten Ton, fünf Minuten vor der Zeit da zu sein. Im privaten Umfeld mag es für gute Freunde zwar in Ordnung gehen, auf die Minute genau oder sogar mit ein paar Minuten Verspätung einzutreffen.

Doch bei allen anderen Verabredungen versteht sich der vereinbarte Zeitpunkt nicht als ungefähre, sondern als verbindliche Angabe.

  1. Bargeld lacht

Dass ein Verkaufsstand, ein Geschäft oder ein Restaurant Kreditkarten akzeptiert, ist nicht unbedingt selbstverständlich. Die Deutschen bezahlen bevorzugt mit Bargeld, vor allem wenn es um Kleinbeträge geht. Und wenn es schon bargeldlos sein soll, dann ist die Girocard, auch bekannt als EC-Karte, gängiger.

Allerdings gibt es an jeder Bank, in Einkaufszentren und an vielen Tankstellen Geldautomaten. Sich mit Bargeld zu versorgen, ist also kein Problem.

Ratsam ist übrigens auch, immer eine Ein-Euro-Münze im Geldbeutel zu haben. Denn sie wird als Pfand für den Einkaufswagen benötigt.

  1. Intensiver Blickkontakt gehört zur Kommunikation

Mal ist es die ältere Dame von nebenan, die alles, was sich vor ihrem Fenster abspielt, ganz genau beobachtet. Mal ist es der Mann, der einem im Bus gegenübersitzt und seinen Blick nicht abwenden kann. Und mal ist es eine Person, die mit zusammengekniffenen Augen signalisiert, dass sie zuerst da war.

In Deutschland gehört der Blickkontakt genauso zur Kommunikation wie das gesprochene Wort oder wie Gesten. Dabei ist diese Eigenart so ausgeprägt, dass im Ausland scherzhaft vom „german stare down“ gesprochen wird, was sinngemäß soviel heißt wie deutsches Wettstarren.

Von jemandem regelrecht angestarrt zu werden, mag gewöhnungsbedürftig sein. Aber es ist nicht böse gemeint, sondern tatsächlich nur ein Weg, um zu kommunizieren.

  1. „Wie geht’s? “ ist keine leere Floskel

Manch einer hat sich vielleicht schon darüber gewundert, dass auf die Begrüßung eines deutschen Bekannten mit „Na, wie geht’s?“ ein langer Monolog über das Wetter, die Gesundheit, die Finanzen und die persönlichen Pläne folgte. Die Erklärung dazu lautet, dass die Frage nach dem Befinden hierzulande keine leere Floskel ist.

Wenn jemand fragt, wie es dem anderen geht, dann erwartet er darauf eine Antwort. Er will, dass sein Gegenüber etwas über sich und sein Leben erzählt. Wäre kein Interesse da, würde er nicht fragen.

Wer also kein längeres Gespräch führen möchte, belässt es am besten bei einem simplen „Hallo!“.

  1. Deutsche haben Humor

Auch wenn es viele nicht glauben wollen und es nicht zum Klischee passt, aber die Deutschen lachen gerne und haben durchaus viel Sinn für Humor. Der Grund dafür, dass der deutsche Humor für Außenstehende mitunter schwer zu verstehen ist, liegt an seiner Struktur.

Die Grundlage bilden nämlich oft Aussagen, die sehr direkt sind und ernst wirken. Erst im jeweiligen Zusammenhang werden die Aussagen lustig.

Voraussetzung ist deshalb, die deutsche Sprache zu beherrschen. Denn nur so sind die Zusammenhänge und die Wortspielereien nachvollziehbar, die dann aber zu einem herzhaften Lachen führen.

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  1. Der Sonntag ist ein Ruhetag

Ausgiebige Einkaufstouren, Rasen mähen oder Autowaschen an einem Sonntag? In Deutschland ist so etwas kaum vorstellbar. So gut wie alle Geschäfte haben geschlossen und statt Arbeit sind Zeit mit der Familie, Ausflüge oder Hobbys angesagt.

Dass der Sonntag, ähnlich wie gesetzliche Feiertage, nicht zu den Werktagen zählt, hat ursprünglich einen religiösen Hintergrund.

Denn der Sonntag ist im Christentum der Tag des Herrn und sollte der Tag sein, an dem die Arbeit ruht. Inzwischen sind die Regeln lockerer. Doch auf die liebgewonnene Tradition möchten die wenigsten verzichten.

  1. Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen

Was bei den Briten die Tea-Time ist, sind bei den Deutschen Kaffee und Kuchen. Vor allem am Wochenende wird diese Tradition zelebriert.

Der Sonntagnachmittag ist der perfekte Zeitpunkt, um sich gemütlich mit der Familie oder Freunden zusammenzusetzen, eine schöne Tasse Kaffee zu trinken und sich ein Stück selbstgebackenen Kuchen schmecken zu lassen.

Mag sein, dass die Tradition der Tatsache geschuldet ist, dass sonntags viele Leute frei haben und die möglichen Aktivitäten durch den Ruhetag ziemlich eingeschränkt sind. Aber auch unter der Woche ist es beliebt, sich eine kurze Auszeit im Café zu gönnen.

  1. Deutsches Brot ist unübertroffen

Was die Auswahl an Brotsorten angeht, kann kein anderes Land Deutschland das Wasser reichen. Allein an Brot gibt es hierzulande mehrere hundert verschiedene Sorten.

Von Weißbrot über Vollkornbrot bis hin zu Pumpernickel bieten die Bäckereien alles, was das Herz begehrt. Dazu kommen dann noch Brötchen, Brezeln und verschiedenste andere Backwaren.

Für reichlich Abwechslung ist also gesorgt und für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein. Nicht umsonst gehört das deutsche Brot zu den Dingen, die Auswanderer sehr häufig vermissen.

  1. Sauniert wird nackt

Im Unterschied zu vielen anderen Europäern, den Amerikanern und den Asiaten gehen die Deutschen nackt in die Sauna. Und nackt meint an dieser Stelle tatsächlich nackt. Selbst knappe Badebekleidung ist tabu.

Weil in Deutschland alle nackt saunieren, wundert sich niemand darüber. Vielmehr ist es eine Selbstverständlichkeit. Doch wer sich unwohl fühlt, kann auf bestimmte Tage ausweichen.

Denn fast jedes Schwimmbad und jede Therme hat Zeiten, an denen die Sauna nur für Frauen oder nur für Männer reserviert ist.

  1. Fußball ist heilig

In Deutschland ist Fußball mehr als irgendeine Sportart. Nur wenige andere Nationen der Welt leben ihre Liebe zum runden Leder ähnlich leidenschaftlich aus wie die Deutschen. Dabei beginnt die Verbundenheit mit einem Fußballverein oft schon bei der Geburt und wer einmal seinen Verein hat, bleibt ihm ein Leben lang treu.

Die Rivalität zwischen den Fans ist groß und wenn der eigene Verein ein wichtiges Spiel hat, färbt sich die ganze Stadt in die Vereinsfarben, um ihr Team zu unterstützen.

Die Atmosphäre im Stadion sorgt für Gänsehautmomente und dass jeder Fan die Vereinshymne in- und auswendig kann, versteht sich von selbst.

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Marlies Giesa, Geboren 1968 , ich habe teilweise über die Jahre im In- und Ausland, das Fach Deutsch unterrichtet. Ich liebe die deutsche Sprache und möchte das Wissen gerne an Schüler, Ausländer, Studenten und Interessierten weitergeben. Ich hoffe meine Übungen und Anleitungen werden ihnen helfen oder sie unterstützen. Christian Gülcan als Betreiber der Webseite, verfasst auch diverse Artikel, da er als Online-Redakteur täglich mit der Erstellung von hilfreichen Content arbeitet, für verschiedene Zielgruppen.

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