Deutsch üben

Deutsch üben

 

Mit der deutschen Sprache ist es im Grunde genommen genauso wie mit allem anderen auch: reine Übungssache.

Wer Deutsch als Muttersprache spricht oder von klein auf die deutsche Sprache als Zweitsprache gelernt hat, wird das im ersten Moment vielleicht nicht so empfinden. Schließlich beherrscht er die Sprache, kann sich also problemlos auf Deutsch verständigen.

Spätestens wenn es um die geschriebene Sprache und damit um die Rechtschreibung und die Zeichensetzung geht, wird aber klar, dass es ohne Training nicht funktioniert. Gleiches gilt für die grammatikalischen Begriffe und die Grammatikregeln. Auch hier muss geübt werden, damit das Wissen sitzt und die richtige Anwendung klappt.

 

Deutsch üben – Tipps zum Lernen

Für den Deutschunterricht muss genauso gelernt werden wie für jedes andere Schulfach auch. Letztlich macht es nämlich keinen Unterschied, ob es um Mathematikregeln, geschichtliche Daten, physikalische Gesetze, Englischvokabeln oder eben um die deutsche Rechtschreibung, Grammatik oder die Vorgehensweise bei einer Textinterpretation geht.

Auch für den Deutschunterricht muss das Handwerkszeug gelernt und geübt werden. Ein Patentrezept, wie sich jemand den Unterrichtsstoff am besten, schnellsten und einfachsten merken kann, gibt es allerdings nicht. Dies liegt daran, dass jeder anders lernt. So kann sich der eine Inhalte am effektivsten einprägen, wenn er sie immer wieder liest.

Der andere merkt sich Inhalte am schnellsten, wenn er sie mehrfach hört oder sie mit Bildern in Verbindung bringt. Wieder ein anderer erreicht die besten Ergebnisse, wenn er die Inhalte in seinen eigenen Worten aufschreibt. Ratsam ist also zunächst einmal, herauszufinden, welcher Lerntyp vorliegt.

 

Daneben können sich folgende Lerntipps als hilfreich erweisen:

 

·         Ziele setzen.

Es ist nicht immer ganz einfach, den inneren Schweinehund zu überwinden und sich zum Lernen aufzuraffen. Eine Hilfe kann dann darin bestehen, dass sich der Schüler klare Ziele setzt. Die Ziele sollten aber realistisch und nicht allzu weit entfernt sein. Statt also gleich einen guten Schulabschluss ins Auge zu fassen, reicht es aus, wenn sich der Schüler als Ziel setzt, eine gute Note im nächsten Diktat zu schreiben. Gleichzeitig sollte sich der Schüler als Motivation eine kleine Belohnung ausdenken, wenn er sein Ziel erreicht hat.

 

·         Zeitplan erstellen.

Ein Schüler muss in aller Regel nicht nur Deutsch üben, sondern auch für andere Schulfächer lernen. Sinnvoll ist deshalb, einen Zeitplan zu erstellen, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten für welches Fach gelernt wird. Wichtig ist aber, in dem Plan auch Pausen vorzusehen. Niemand kann sich ohne Unterbrechung stundenlang konzentrieren. Zudem muss neben Schule und Lernen auch Zeit für Freizeit und Freunde bleiben.

 

·         Ordnung schaffen.

An einem chaotischen Platz lässt es sich nicht gut lernen. Der Schreibtisch sollte also aufgeräumt sein, bevor die Übungseinheit beginnt. Hat der Schüler keinen eigenen Schreibtisch, sondern lernt er am Esstisch oder im Wohnzimmer, sollte er alle benötigten Utensilien zusammengesucht haben, bevor er mit dem Lernen beginnt. Dadurch gibt es keine unnötigen Unterbrechungen, beispielsweise weil doch noch ein Buch fehlt.

 

·         Für Abwechslung sorgen.

Es kann auf Dauer langweilig werden, immer am gleichen Ort zu lernen und dauernd ähnliche Übungsaufgaben zu lösen. Für Abwechslung kann der Schüler zum einen sorgen, indem er hin und wieder den Lernort wechselt.

So kann er sich beispielsweise zum Lernen mit Freunden treffen, sich mit seinem Buch bei schönem Wetter in den Park setzen oder zum Lernen einmal in die örtliche Bücherei gehen. Zum anderen kann er die Medien wechseln. Im Internet beispielsweise gibt es zahlreiche Seiten mit verschiedenen Übungsaufgaben, Lernspielen oder Videos.

 

Deutsch üben – verschiedene Lernmethoden

Um sich Regeln, Begriffe und Inhalte einzuprägen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. So kann der Schüler den Text laut lesen. Dadurch nimmt er die Inhalte nicht nur durch das Lesen war, sondern hört sie auch. Hilfreich kann es zudem sein, die wichtigsten Punkte in einem Text zu unterstreichen oder farbig zu markieren.

Eine andere Lernmethode besteht darin, einen Text in kurzen Worten oder Stichpunkten zusammenzufassen. Wenn der Schüler das Thema wiederholt, muss er so nicht mehr den gesamten Text lesen, sondern kann sich die Inhalte anhand seiner Stichworte ins Gedächtnis rufen. Durch das Selbstschreiben prägen sich die Inhalte zusätzlich ein.

Geht es um Grammatikregeln oder konkrete Anwendungen wie beispielsweise das Bilden von Zeiten, kann der Schüler versuchen, den Inhalt in einem Satz zu beschreiben. Dieser Satz sollte so formuliert sein, dass ihn auch jemand versteht, der den dazugehörigen Text nicht kennt. Eine bewährte Lernmethode sind Karteikärtchen. Hierbei schreibt der Schüler die Fragestellung auf die Vorderseite und die Lösung auf die Rückseite.

Geht es beispielsweise um Verben, kann er das Verb im Infinitiv vorne und die Form im Präteritum sowie das Partizip II hinten aufschreiben. Beim Lernen geht der Schüler seine Kärtchen dann durch. Die Kärtchen, die er kann, legt er auf einen Stapel, die Kärtchen, die er falsch gemacht hat, auf einen anderen Stapel. Diesen zweiten Stapel kann er nun gezielt wiederholen, bis alle Kärtchen sicher sitzen.

Ratsam ist es aber auch, immer mal wieder ältere Inhalte zu wiederholen. So gehören beispielsweise die Wortarten zum Grundlagenwissen in Deutsch.

 

Eine Deutsch Übung dazu folgt hier:

 

Deutsch üben: Wortarten erkennen

Male die Felder in der richtigen Farbe aus. Was siehst Du dann?

Deutsch lernen und üben

 

Lösung

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