Deutsch lehren

Deutsch lehren

Das Unterrichtsfach Deutsch steht immer auf dem Stundenplan, egal welche Klassenstufe, Schulart und Schulform ein Schüler besucht. In der Nachhilfe und der Erwachsenenbildung wird ebenfalls Deutsch unterrichtet.

Zudem werden zahlreiche Deutschkurse angeboten, die sich je nach Zielgruppe um verschiedene Teilbereiche der deutschen Sprache kümmern oder Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache lehren.

Die Bezeichnung Lehrer

Im Unterschied zur gleichnamigen Amtsbezeichnung ist der Titel Lehrer als Berufsbezeichnung in Deutschland nicht gesetzlich geschützt. Zudem definiert sich die Funktion als Lehrer nicht durch eine bestimmte Ausbildung, sondern durch das Lehren und Unterrichten als praktizierte Tätigkeit. In einem weiteren Sinne sind somit alle diejenigen, die einer anderen Person eine gewisse Zeit lang etwas beibringen, Lehrer.

Diese Rolle wiederum können die Eltern, Geschwister oder Verwandte genauso einnehmen wie ältere Schüler, Mentoren oder private Nachhilfelehrer ohne professionelle Ausbildung. Im engeren Sinne wird die Bezeichnung Lehrer jedoch für solche Personen verwendet, die eine entsprechende Ausbildung mit Abschluss absolviert haben und nun berufsmäßig unterrichten.

Dabei können professionell praktizierende Lehrer selbstständig, an Privatschulen oder als Freiberufler, Angestellte oder Beamte im Staatsdienst tätig sein. Die Bezeichnung Lehrer fasst dabei als eine Art Oberbegriff grundsätzlich alle Lehrenden und Unterrichtenden zusammen. Um die Tätigkeit näher zu beschreiben, werden daher Wortzusammensetzungen wie beispielsweise Hauptschullehrer, Deutschlehrer oder Klassenlehrer gebildet.

Das Wort Lehrer als solches schließt übrigens unabhängig von ihrem Geschlecht alle Personen ein, die lehren und unterrichten. Um eine geschlechtliche Unterscheidung vorzunehmen, können die weiblichen Formen Lehrerin und Lehrerinnen verwendet werden. Eine geschlechtergerechte Sprache arbeitet dann mit den Bezeichnungen Lehrerinnen und Lehrer oder in geschriebener Form LehrerInnen. Geschlechtsneutral wiederum sind Begriffe wie Lehrkräfte, Lehrpersonen oder Lehrerschaft, die auch in Gesetzen, Verordnungen und anderen offiziellen Schriften üblich sind.

Deutsch lehren als Schullehrer

Lehrer, die an Schulen unterrichten, werden auch Pädagogen genannt, um auf diese Weise zum Ausdruck zu bringen, dass sie zwei große Aufgabenfelder haben. So gehört zum ersten Aufgabenfeld eines Deutschlehrers, seinen Schülern die Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, die ein sicherer und flexibler Umgang mit der deutschen Sprache in Wort und Schrift erfordert. Das zweite Aufgabenfeld bezieht sich fächerübergreifend auf die Erziehungswissenschaften.

Das bedeutet, ein Lehrer hat immer auch einen Erziehungsauftrag, der allgemeine Bildungsprozesse, die Vermittlung von Werten, die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und letztlich auch ein Stück weit Lebenshilfe in grundlegenden Fragen einschließt.

Deutsch lehren als Lehrer an Berufsschulen oder Hochschulen

An berufsbildenden Schulen wird der Unterricht von zwei unterschiedlichen Lehrkräftegruppen gehalten. So gibt es zum einen die Fachlehrer, deren Hauptaufgabe darin besteht, fachpraktische Lerninhalte zu vermitteln. Voraussetzung für eine Tätigkeit als Fachlehrer an einer Berufs- oder Berufsfachschule ist ein Meisterbrief, ein Abschluss als Techniker oder ein Fachhochschulstudium, meist die Zweite Staatsprüfung nach dem Referendariat und natürlich die persönliche Eignung. Zum anderen lehren wissenschaftliche Lehrer an berufsbildenden Schulen.

Sie sind dafür zuständig, fachpraktische und fachtheoretische Lerninhalte zu vermitteln. Wissenschaftliche Lehrer müssen ein einschlägiges Universitätsstudium vorweisen können. Anders als an allgemeinbildenden Schulen sind Lehrer an berufsbildenden Schulen üblicherweise Abteilungen, Bereichen oder Schwerpunkten auf Basis von Fachkomplexen oder Wirtschaftszweigen zugeteilt. Je nach Fächerkombination kann ein Lehrer aber durchaus in unterschiedlichen Bereichen unterrichten.

Hochschullehrer heißen in Deutschland Professoren, seit 2002 gibt es außerdem die Bezeichnung Juniorprofessoren. Sie lehren und forschen an Universitäten, gleichrangigen Pädagogischen Hochschulen und mit angepassten Aufgaben auch an anderen Hochschulen. Eine Besonderheit bei Hochschullehrern besteht darin, dass sie ihre Lehrbefugnis mit dem Eintritt in den Ruhestand nicht verlieren. Professoren können also auch im Ruhestand noch Lehrveranstaltungen abhalten und sich an Prüfungen beteiligen. Ihre Forschungstätigkeiten können sie ebenfalls fortführen.

Deutsch lehren außerhalb der Schule

Lehrer unterrichten keineswegs nur an Schulen und Universitäten und ihr Tätigkeitsbereich beschränkt sich auch nicht nur auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. In der Erwachsenenbildung, im Bereich von beruflichen Trainings und betrieblichen Coachings, bei Seminaren zum Thema Kommunikation oder bei Weiterbildungen für bestimmte Berufsgruppen ist die deutsche Sprache ebenfalls ein zentrales Thema.

Deutschlehrer sind außerdem für Sprachkurse zuständig, bei denen es um Deutsch als Zweit- oder als Fremdsprache geht.

Ein weiteres sehr großes Betätigungsfeld außerhalb der Schule ergibt sich im Zusammenhang mit der Nachhilfe.

Hier gibt es professionelle Lehrer, die in Nachhilfeeinrichtungen arbeiten oder privaten Förderunterricht anbieten. Häufig wird die Bezeichnung Nachhilfelehrer aber auch für Lehrende wie ältere Schüler und andere Privatpersonen verwendet, die einem Schüler Nachhilfe geben. Die Bezeichnung bezieht in diesem Fall ausschließlich auf die unterrichtende Tätigkeit.

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