Liste: Die schönsten Kinderbuch-Klassiker

Liste: Die schönsten Kinderbuch-Klassiker 

Kinderbücher eignen sich einerseits sehr gut zum Vorlesen und zum gemeinsamen Schmökern mit den Kleinen. Genauso sind Kinderbücher aber ein tolles Mittel, um eine Sprache zu lernen und zu üben. Anders als Romane für Jugendliche oder Erwachsene ist die Sprache in Kinderbüchern nämlich recht einfach gehalten.

Hinzu kommen die Bilder, die das Verständnis erleichtern. Gleichzeitig spielen aber auch Kinderbücher schon mit der Sprache, beispielsweise indem die Geschichten in Reimen erzählt werden. Dies trainiert einerseits den Wortschatz und hilft andererseits dabei, ein Gespür für eine Sprache zu entwickeln.

 

Die folgende Liste stellt fünf der schönsten Kinderbuch-Klassiker vor:

 

Das kleine Ich-bin-ich von Mira Lobe und Susi Weigel

Das kleine Ich-bin-ich ist weit mehr als ein tolles Kinderbuch. Es nähert sich vielmehr auf kindgerechte Art wirklich wichtigen Fragen nach der Identität an. Wer bin ich? Wo gehöre ich hin? Warum schließen mich die anderen aus? Solche Fragen stellt sich vermutlich jeder einmal, vor allem aber auch jemand, der fremd in einem Land ist.

Das Buch erzählt die Geschichte von einem kleinen, bunten Tier. Als das Tierchen über eine Wiese spaziert, trifft es einen Frosch, der wissen möchte, was das Tier für ein Tier ist. Das kleine Ich-bin-ich kann diese Frage aber nicht beantworten. Also befragt es, zunehmend unsicher und verzweifelt, viele andere Tiere. Doch keiner hat eine Antwort. Irgendwann fällt es dem kleinen, bunten Tierchen wie Schuppen von den Augen und es erkennt: „Ich bin ich!“

 

Der kleine Wassermann von Otfried Preußler

Der kleine Wassermann erschien 1956 und wurde bereits im Jahr darauf für seinen Text und die Illustrationen ausgezeichnet. Bis heute wurde das Buch in 32 Sprachen übersetzt.

Die Geschichte geht so: Am Grunde eines Mühlenweihers lebt ein Wassermannpaar, das eines Tages einen kleinen Sohn bekommt. Der Junge hat, ganz wassermanntypisch, grüne Haare und Schwimmhäute zwischen den Zehen. Schon bald geht der kleine Wassermannjunge mit seinem Vater oder mit seinem Freund, einem Karpfen namens Cyprinus, auf Erkundungstour. Er lernt den Weiher kennen, begegnet Menschen und erlebt verschiedene Abenteuer. Irgendwann wird es Winter und als sich eine Eisschicht über den Weiher legt, geht die Wassermannfamilie in den Winterschlaf.

 

Die kleine Raupe Nimmersatt von Eric Carle

Die kleine Raupe Nimmersatt ist ein Kinderbuchklassiker, der sich schon für die ganz Kleinen eignet. Die Buchseiten sind nämlich mit Löchern versehen, so dass die Kinder nachfühlen können, wie sich die kleine Raupe durch die Lebensmittel futtert. Das Buch ist 1969 erschienen.

Die Geschichte beginnt mit einem Ei, aus dem eine kleine Raupe schlüpft. Um zu wachsen, frisst die Raupe jeden Tag etwas anderes. Gleichzeitig werden ihre Portionen immer größer. Am Samstag futtert sie so viel von Lebensmitteln, die eigentlich Menschen essen, dass der kleinen Raupe ganz schlecht ist. Also isst sie am Sonntag nur ein grünes Blatt. Danach geht es ihr gut und die Raupe verpuppt sich, um dann als Schmetterling wieder auszuschlüpfen.  

 

Frederick von Leo Lionni

Leo Lionni war nicht nur Grafiker und Maler, sondern auch ein preisgekrönter Schriftsteller. 1967 wurde mit Frederick ein Bilderbuch veröffentlicht, das zu den echten Kinderbuchklassikern gehört und zu den besten Kinderbüchern überhaupt gezählt wird.

Das Buch erzählt die Geschichte von der Feldmaus Frederick, die mit ihrer Familie in einer Steinmauer auf einem verlassenen Bauernhof wohnt. Während die anderen fleißig Vorräte für den nahenden Winter sammeln, scheint Frederick untätig herumzusitzen. Danach gefragt, warum er nicht mithilft, antwortet Frederick, dass er Sonnenstrahlen, Farben und Wörter für den kalten, grauen und langen Winter sammle.

Der Winter kommt und die Feldmäuse leben von den Vorräten, die sie gesammelt haben. Doch weil der Winter lang ist, sind die Vorräte allmählich aufgebraucht. Also fragen die Feldmäuse Frederick nach seinen Vorräten. Daraufhin teilt er mit seiner Familie, was er eingesammelt hat: Frederick wärmt seine Familie mit Sonnenstrahlen, lässt den Winter durch Farben weniger trist erscheinen und schenkt ihnen ein Gedicht.

 

Wo die wilden Kerle wohnen von Maurice Sendak

Das Kinderbuch Wo die wilden Kerle wohnen ist 1963 erschienen und in Kinderzimmern in aller Welt zu finden. Einerseits mit Preisen ausgezeichnet, wird andererseits schon seit Generationen darüber diskutiert, ob sich das Buch wirklich für Kinder eignet. Am Ende macht die Geschichte aber keine Angst. Stattdessen macht sie Mut, weil sie zeigt, dass auch jemand mit Ecken und Kanten geliebt wird. Übrigens hat Sendak für seine ganze Geschichte kaum mehr als 300 Wörter gebraucht.

Das Buch erzählt die Geschichte von einem kleinen Jungen namens Max. Max zieht sich ein Wolfskostüm an und macht Blödsinn. Seine Mutter schimpft ihn daraufhin als „wilder Kerl“ und schickt ihn ohne Abendessen ins Bett. Max schmollt, doch dann verwandelt sich ein Kinderzimmer plötzlich in einen Wald. Er entdeckt ein Boot und segelt damit in ein Land voller Monster mit riesigen Zähnen. Max gelingt es, die Ungeheuer zu zähmen, und wird daraufhin zu ihrem König. Aber Max bekommt Heimweh und so kehrt er nach Hause zurück. Dort stellt er fest, dass sein warmes Abendessen noch immer auf ihn wartet.

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Veröffentlicht von

Marlies Giesa

Geboren 1968, habe ich teilweise über die Jahre im In- und Ausland das Fach Deutsch unterrichtet. Ich liebe die deutsche Sprache und möchte das Wissen gerne an Schüler, Ausländer, Studenten und Interessierten weitergeben. Ich hoffe meine Übungen und Anleitungen werden ihnen helfen oder sie unterstützen.

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