Kleiner Test zum Grammatikwissen

Kleiner Test zum Grammatikwissen 

Beim Lernen der deutschen Sprache gilt es nicht nur, sich die Vokabeln einzuprägen, um so einen Wortschatz aufzubauen. Stattdessen steht auch jede Menge Grammatik auf dem Programm. Ein wichtiger Grundstein dabei wiederum sind die verschiedenen Wortarten.

Sie geben den Wörtern, die zur jeweiligen Wortart gehören, eine bestimmte Bedeutung und weisen ihnen gleichzeitig ihre Funktion in einem Satz zu. Außerdem haben die Wortarten Einfluss darauf, an welcher Stelle in einem Satz ein Wort stehen kann und wie es geschrieben wird. Erfreulich aus Sicht jedes Lernenden ist sicherlich, dass es im Deutschen nur zehn verschiedene Wortarten gibt.

Allerdings müssen auch sie erkannt und zugeordnet werden können. Und um zu prüfen, wie es um das eigene Wissen bestellt ist oder um die eine oder andere Regel wieder aufzufrischen, haben wir einen kleinen Test vorbereitet:

Im Anschluss an die Fragen folgen dann die Auflösungen und natürlich die Erklärungen.

 

Kleiner Test zum Grammatikwissen

 

1. Frage: Welche der folgenden Behauptungen über Substantive stimmt?

 

a) Substantive werden auch Nomen, Hauptwörter oder Dingwörter genannt.

b) Substantive werden meistens klein geschrieben.

c) Substantive behalten immer ihre Grundform, sie werden also nicht gebeugt.

d) Substantive können in drei verschiedenen grammatikalischen Fällen auftreten.

e) Substantive beschreiben die Eigenschaften einer Sache.

 

 

2. Frage: In den folgenden Beispielsätzen sind einige Wörter kursiv gedruckt. Welcher Wortart gehören diese Wörter an?

 

Die Sonne scheint. Peter fuhr heute mit dem Fahrrad zur Arbeit. Maria wird ihn später anrufen.

 

a) Substantive

b) Verben

c) Adjektive

d) Pronomen

e) Adverbien

 

 

3. Frage: Welche Wortart wird verwendet, um zu beschreiben, welche Eigenschaften eine Person oder Sache hat?

 

a) Substantiv

b) Adverb

c) Adjektiv

d) Pronomen

e) Präposition

 

 

4. Frage: Welches Wort im folgenden Beispielsatz ist ein Adverb?

 

Die Straße macht dort einen scharfen Knick.

 

a) Die

b) Straße

c) macht

d) dort

e) einen

f) scharfen

g) Knick

 

 

5. Frage: Wie wird ein Pronomen im Deutschen noch genannt?

 

a) Tätigkeitswort

b) Fürwort

c) Bindewort

d) Zahlwort

e) Verhältniswort

 

 

6. Frage: Wie viele Artikel enthält der folgende Beispielsatz?

 

Die kleine Lisa trägt eine Armbanduhr, obwohl sie die Uhrzeit noch gar nicht lesen kann.

 

Im Beispielsatz sind _______ Artikel enthalten.

 

 

7. Frage: Welche Aussage über Konjunktionen ist richtig?

 

a) Konjunktionen fügen Substantive in einen Satz ein.

b) Konjunktionen werden auch Ausrufe- oder Empfindungswörter genannt.

c) Konjunktionen verknüpfen Wörter, Satzglieder oder Sätze miteinander.

d) Konjunktionen können Steigerungsformen bilden.

e) Konjunktionen weisen auf das Geschlecht und die Anzahl eines Substantivs hin. 

 

 

Auflösungen und Erklärungen zum Grammatikwissenstest

1. Frage: Lösung a

Substantive werden auch Nomen genannt. Im Deutschen sind die Bezeichnungen Hauptwort oder Dingwort ebenfalls gebräuchlich. Substantive benennen Sachen oder Personen. Dabei können Substantive sowohl Konkretes und Gegenständliches als auch Abstraktes beschreiben.

Ein Substantiv kann also beispielsweise ein Objekt (Haus, Auto, Hund, Blume), eine Person (Mann, Frau, Kind) oder einen abstrakten Begriff (Schönheit, Freiheit, Wetter) benennen. Substantive werden immer und ausnahmslos großgeschrieben. Jedes Substantiv hat ein grammatikalisches Geschlecht, ist also männlich, weiblich oder sächlich.

Oft tauchen Substantive zusammen mit einem Artikel (der, die, das oder ein, eine) auf, der das grammatikalische Geschlecht ausdrückt. Außerdem werden Substantive in einem Satz gebeugt. Dabei nehmen sie zum einen die Einzahl- oder die Mehrzahlform an. Zum anderen werden sie in einen der vier grammatikalischen Fälle (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ) gesetzt.

 

 

2. Frage: Lösung b

Die in den Beispielsätzen kursiv gedruckten Wörter sind Verben. Verben werden im Deutschen auch als Tätigkeitswörter oder Zeitwörter bezeichnet. Sie beschreiben, was geschieht oder was sich ereignet. Zusammen mit den Substantiven bilden Verben die mit Abstand größte Gruppe im Wortschatz.

Gleichzeitig besteht jeder Satz aus mindestens einem Substantiv und einem Verb. Verben werden gebeugt und können dabei fast 150 verschiedene Formen annehmen. Diese vielen Formen kommen dadurch zustande, dass Verben ihre Form zum einen danach ändern, in welcher Person (ich, du, er/sie/es, wir, ihr, sie) sie stehen. Zum anderen werden Formen in verschiedene Zeiten (z.B. Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft) gesetzt. Außerdem können Verben eine Handlung als reales Geschehen (ich fahre) oder als Möglichkeit (ich könnte/würde fahren) und entweder im Aktiv oder im Passiv (ich wurde gefahren) beschreiben.

 

 

3. Frage: Lösung c

Die Eigenschaften einer Person oder Sache bringen Adjektive zum Ausdruck. Deshalb wird im Deutschen auch von Eigenschaftswörtern oder Beiwörtern gesprochen. Taucht ein Adjektiv zusammen mit einem Substantiv auf, wird es entsprechend gebeugt (das rote Auto – rotes Auto). Die meisten Adjektive können gesteigert werden. Es heißt dann beispielsweise klug – klüger – am klügsten. 

 

 

4. Frage: Lösung d

Ein Adverb beschreibt die Umstände des Geschehens näher. Im Deutschen wird deshalb auch von einem Umstandswort oder einem Nebenwort gesprochen. Im Unterschied zu Adjektiven werden Adverbien nicht gebeugt. Adverbien tauchen in verschiedenen Formen auf. Die wichtigsten und häufigsten sind:

·         Temporaladverbien; sie geben Auskunft über den Zeitpunkt oder die Dauer, z.B. jetzt, damals, morgen, immer, zeitlebens

·         Lokaladverbien; sie beschreiben den Ort oder die Richtung, z.B. hier, dort, vorne, hinten, rechts, links, draußen, bergab

·         Modaladverbien; sie bestimmen die Art und Weise des Geschehens, z.B. gerne, einmal, möglicherweise, wahrscheinlich, allein

·         Kausaladverbien; sie bezeichnen die Ursache, die Folge, den Zweck oder die Bedingung des Geschehens, z.B. deshalb, folglich, also, trotzdem, nämlich, ansonsten   

 

5. Frage: Lösung b

Im Deutschen wird das Pronomen auch Fürwort genannt. In einem Satz steht ein Pronomen oft als Stellvertreter für ein Substantiv. In dieser Funktion verknüpft es gleichzeitig Satzteile oder Sätze miteinander, indem es ein zuvor genanntes Substantiv wieder aufgreift (Der Mann heißt Daniel. Er ist Arzt.).

Daneben kann ein Pronomen etwas betonen, auf etwas hinweisen oder einen Besitz beschreiben (Dieser Mann heißt Daniel. Sein Beruf ist Arzt.). Beispiele für Pronomen sind ich, du, er/sie/es, wir, ihr, sie, dieser, jene, mein, euer, solche, manche. 

 

6. Frage: Lösung 3

Artikel zeigen an, welches grammatikalische Geschlecht ein Substantiv hat und ob es in der Einzahl oder in der Mehrzahl steht. Außerdem weißt der Artikel auf den grammatikalischen Fall hin, in dem das Substantiv steht. Im Deutschen wird zwischen dem bestimmten Artikel (der, die, das) und dem unbestimmten Artikel (ein, eine) unterschieden. Im Beispielsatz tauchen drei Artikel auf: Die kleine Lisa trägt eine Armbanduhr, obwohl sie die Uhrzeit noch gar nicht lesen kann. 

 

 

7. Frage: Lösung c

Konjunktionen sind Bindewörter, die Wörter, Satzglieder oder Sätze miteinander verknüpfen. Dabei gibt es Konjunktionen, die für eine Anordnung auf gleicher Höhe oder nebeneinander sorgen. Solche Konjunktionen sind beispielsweise die Wörter und, oder, sowohl … als auch, entweder … oder. Daneben gibt es Konjunktionen, die andere Satzteile untergeordnet verbinden. Zu diesen Konjunktionen gehören beispielsweise dass, wenn, obwohl, nachdem, damit.

 

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