Deutsche Sprache

Die Deutsche Sprache

 

Die deutsche Sprache wird der Gruppe der Weltsprachen zugeordnet und ist die Sprache, die in der Europäischen Union als Muttersprache am häufigsten gesprochen wird. Strenggenommen gibt es die eine deutsche Sprache jedoch nicht. Vielmehr existiert mit der deutschen Standardsprache eine Art gemeinsame Basis.

Die Standardsprache hat sich aus hochdeutschen Mundarten heraus entwickelt und wird auch Hochdeutsch, Standarddeutsch, Schriftdeutsch oder die deutsche Literatursprache genannt. Der Standardsprache stehen zahlreiche Dialekte gegenüber. Hierbei wiederum wird zwischen standardisierten Sprachvarietäten und dem, was im allgemeinen Sprachgebrauch unter Dialekten oder Mundarten verstanden wird, unterschieden. Standardvarietäten sind standardisierte Ausprägungen der deutschen Sprache, Beispiele hierfür sind das Schweizerdeutsch oder das österreichische Deutsch.

Mundarten sind regional oder lokal verwendete Sprachvarianten, beispielsweise Bayerisch, Sächsisch oder Kölsch. Ein Deutsch, das überall im Hinblick auf die Aussprache, den Wortschatz und die Grammatik absolut identisch ist, gibt es somit nicht. Genauso wenig existiert ein verbindlicher Standard, der für alle Deutschsprechenden in allen deutschen Sprachräumen festlegt, was richtiges oder falsches Deutsch ist.

Das bedeutet nun aber nicht, dass jeder die deutsche Sprache so gestalten und verwenden kann, wie es ihm am besten gefällt. Stattdessen wird in der Öffentlichkeit und in Schriftstücken die schriftdeutsche Standardsprache verwendet. Diese wird auch in Schulen und Deutschkursen gelehrt. Weitere verbindliche Regelungen ergeben sich beispielsweise durch die Regeln zur neuen deutschen Rechtschreibung.

 

Die deutsche Sprache – schwierig oder nicht?

Die deutsche Sprache gilt als eine recht komplexe und daher eher schwierige Sprache. Ob dies damit zusammenhängt, dass die gesprochene Sprache je nach Region mitunter deutlich von der geschriebenen Sprache abweicht, dass sich der Lernende mit gleich drei grammatikalischen Geschlechtern (der, die und das) auseinandersetzen muss oder dass es im Deutschen sechs verschiedene Pluralformen gibt, sei dahingestellt.

Pauschal lässt sich nicht sagen, dass eine Sprache leichter oder schwieriger ist als eine andere. Jede Sprache hat ihre Eigenheiten und selbst eine Sprache, die wie etwa das Englische als vermeintlich einfach gilt, bietet Fallstricke. So gibt es im Englischen beispielsweise nicht nur mehr als Zeitformen als im Deutschen, sondern die Zeiten werden auch genauer verwendet.

Im Deutschen ist es grammatikalisch durchaus richtig, die Gegenwartsform zu verwenden, obwohl sich die Aussage auf die Zukunft bezieht. Im Englischen funktioniert das so nicht.

 

Ein paar allgemeine Tipps zum Lernen der deutschen Sprache

Wer die deutsche Sprache lernen möchte, muss sich viel Wissen aneignen, angefangen beim Erkennen der Sprachstrukturen über die Regeln zur Aussprache bis hin zu Vokabeln, Rechtschreibung und Grammatik. Ein allgemeingültiges Patentrezept gibt es dabei jedoch nicht.

Jeder lernt anders und muss daher für sich die Methode herausfinden, die es ihm am besten liegt. Möglicherweise können aber die folgenden Tipps ein wenig dabei helfen, dem Lernen der deutschen Sprache den Schrecken zu nehmen.

 

Tipp 1: Perfektion ist nicht das Ziel.

Eine Sprache lässt sich mit einer Stadt vergleichen. In einer Stadt gibt es Hauptstraßen und kleine Nebengässchen, zentrale Plätze und versteckte Ecken, historische Bauwerke und moderne Gebäude. Eine Stadt bleibt nicht gleich, sondern verändert sich und entwickelt sich weiter.

Selbst jemand, der sein ganzes Leben in einer Stadt verbracht hat, kennt oft nicht jeden noch so kleinen Winkel. Bei einer Sprache ist dies auch nicht anders. Nur weil jemand Deutsch als Muttersprache spricht, bedeutet das nicht, dass er nie Fehler macht.

Zudem lernt auch er ständig dazu, beispielsweise indem er seinen Wortschatz durch neu hinzugekommene Wörter erweitert. Jemand, der die deutsche Sprache lernt, sollte sich also nicht zum Ziel setzen, das Deutsche perfekt zu beherrschen. Es geht vielmehr darum, sich soviel Wissen anzueignen, dass er sich in der Stadt gut zurechtfindet.

 

Tipp 2: Die deutsche Sprache durch sprechen lernen.

Letztlich kann jemand nur dann eine Sprache richtig lernen, wenn er sie verwendet. Fahrradfahren lernt auch niemand allein dadurch, dass er sich in der Theorie mit dem Fahrrad als Gerät und der Technik beim Fahren beschäftigt. Stattdessen lernt jemand das Fahrradfahren dadurch, dass er mit seinem Fahrrad fährt.

Beim Deutschlernen ist das genauso. Natürlich muss der Lernende Vokabeln pauken und sich mit Grammatikregeln beschäftigen, noch wichtiger ist aber, das Erlernte anzuwenden. Statt nur über Büchern zu sitzen, sollte der Lernende daher versuchen, sich in der Praxis mit der deutschen Sprache zu befassen, etwa in Gesprächen, durch Sendungen im Fernsehen, durch Radio hören oder durch Zeitung lesen.

 

Tipp 3: Nicht alles ist wirklich notwendig.

Sprachkurse sind meist so aufgebaut, dass sie mit den Grundlagen beginnen, die für das Verständnis und eine Verständigung notwendig sind. Sitzen die Grundlagen, werden der Wortschatz und die Regeln allmählich erweitert, Ausnahmen und Unregelmäßigkeiten werden vermittelt.

Entscheidend beim Lernen einer Sprache ist aber, den Blick für das Ganze zu bewahren. Dies lässt sich am Beispiel von Verben verdeutlichen. Die meisten Verben können 149 verschiedene Formen bilden. Die meisten dieser Formen verwendet der Sprecher oder Schreiber dabei ganz automatisch, wenn er Sätze bildet.

Ein paar der Formen hingegen wird er so gut wie nie brauchen. Beim Lernen gilt es also, sich nicht von Zahlen und Daten irritieren zu lassen und sich nicht in kleinen Details zu verlieren, sondern sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Der Rest kommt im Laufe der Zeit von alleine.

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