Grammatik Deutsch

Grammatik in Deutsch

 

Die Grammatik und ihre Regeln sind im Prinzip so etwas wie das Handwerkszeug einer Sprache. Das bedeutet, die Grammatik bildet das theoretische Grundgerüst und schafft die Basis für das Sprechen und Schreiben einer Sprache. Wie bei jeder anderen Sprache ist dabei auch die deutsche Grammatik recht umfangreich.

Beim Lernen einer Sprache werden die Theorie und die Praxis aber mehr oder weniger gleichzeitig geübt. Niemand lernt also nur Grammatikregeln, sondern wendet sie direkt an. Andersherum ist es nicht möglich, eine Sprache zu sprechen, ohne die Grammatik zu beachten.

Das Ziel beim Lernen einer Sprache besteht darin, sich in und mit dieser Sprache verständigen zu können. Dies wiederum setzt voraus, dass der Lernende grammatikalisch richtige Sätze bilden kann. Aber wie werden Sätze im Deutschen eigentlich gebildet?

 

Sätze und Satzglieder im Deutschen

Viele sind der Meinung, dass Sätze aus Wörtern gebildet werden. Das ist so allerdings nicht ganz richtig. Sätze werden nämlich nicht aus Wörtern zusammengesetzt, sondern aus Satzgliedern. Ein Satzglied kann zwar nur aus einem einzigen Wort bestehen, oft umfasst es aber mehrere Wörter.

 

In der deutschen Grammatik werden nun folgende Satzglieder voneinander unterschieden:

 

·         Das Subjekt ist der Satzgegenstand und gibt an, wer oder was etwas tut oder ist. Dabei besteht das Subjekt immer aus einem Nomen, oft begleitet von einem Artikel oder einem Pronomen. Das Subjekt steht im Nominativ (1. Fall) und kann durch die Frage “Wer oder was?” ermittelt werden. In einem Satz steht das Subjekt am Satzanfang oder, wenn der Satz eine adverbiale Bestimmung enthält, hinter einem gebeugten Verb.

 

·         Das Prädikat ist die Satzaussage und drückt aus, was geschieht. Das Prädikat besteht immer aus dem Verb in der entsprechenden Form. Je nach Verb und Zeitform kann das Prädikat mehrere Wörter umfassen, beispielsweise den Zusatz sich oder ein Hilfsverb. In einem Aussagesatz oder in einer Frage mit einem Fragewort steht das Prädikat an der zweiten Stelle. In einem Aufforderungssatz oder einer Frage ohne Fragewort steht das Prädikat am Satzanfang, in einem Nebensatz steht es meist am Satzende.

 

·         Die Objekte sind Satzergänzungen. Ob, welche und wie viele Objekte ein Satz hat, hängt vom Verb ab. Als Objekte kommen das Akkusativ-, das Dativ-, das Genitiv- und das Präpositionalobjekt in Frage.

 

·         Das Akkusativobjekt drückt aus, wen oder was die Handlung unmittelbar betrifft. Wie der Name andeutet, steht das Akkusativobjekt im Akkusativ (4. Fall) und kann durch die Frage “Wen oder was?” ermittelt werden.

 

·         Das Dativobjekt, das im Dativ (3. Fall) steht, gibt an, wem etwas gilt. Die Hilfsfrage zum Dativobjekt heißt folglich “Wem?”.

 

·         Das Genitivobjekt drückt ebenfalls aus, wem eine Handlung gilt oder dient. Das Genitivobjekt steht im Genitiv (2. Fall) und wird durch die Frage “Wessen?” ermittelt. Insgesamt kommt das Genitivobjekt aber nur bei wenigen Verben vor und wird in der Umgangssprache eher selten benutzt.

 

·         Ein Präpositionalobjekt ist eine Satzergänzung mit einem Verhältniswort. Es gibt an, für wen oder was, weshalb oder wofür etwas getan wird. In welchem Fall und an welcher Stelle im Satz ein Präpositionalobjekt steht, hängt von der verwendeten Präposition ab. 

 

Im Grunde genommen reicht es aus, wenn ein Satz ein Subjekt und ein Prädikat hat. Dadurch ist nämlich bereits ein vollwertiger Satz vorhanden.

Beispiel: Petersingt.

Enthält ein Satz zusätzlich noch ein Akkusativobjekt, ein Dativobjekt, ein Genitivobjekt und/oder ein Präpositionalobjekt sieht das beispielsweise so aus:

Lisaruftihre Freundin an.

Maxgratuliertseiner Schwester zum Geburtstag.

Die Zeit lehrteihneines Besseren.

Manchmal reichen einfache Sätze aber nicht aus, um eine Aussage wie gewünscht auszudrücken. Für die Angabe von Zeit und Dauer, Raum oder Richtung, Art und Weise, Ursachen, Folgen, Gründen und anderen näheren Umständen des Geschehens kommt deshalb ein weiteres Satzglied ins Spiel.

Dieses Satzglied heißt adverbiale Bestimmung. Anders als die übrigen Satzglieder kann ein Satz mehrere adverbiale Bestimmungen enthalten. Sie können zudem an verschiedenen Stellen im Satz stehen.

Beispiel: Die Mutter bringt ihr Kind heute    mit dem Auto    in den Kindergarten.

 

Die Reihenfolge der Satzglieder in einem Satz kann durchaus verändert werden. Allerdings ist dies nicht beliebig möglich, denn sonst könnte sich die Bedeutung des Satzes ändern oder er würde seinen Sinn verlieren.

 

 

Übung: Grammatik in Deutsch

Markiere in dem folgenden Text alle Subjekte in Rot, alle Akkusativobjekte in Blau und alle Dativobjekte in Orange.

 

Tim hatte Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung und der Grammatik. Deshalb wollte er in den Ferien freiwillig jeden Tag ein Übungsdiktat schreiben. Seinen Plan hat Tim tatsächlich umgesetzt.

Nach den Ferien konnte er seine Deutschnote so deutlich verbessern. Übrigens ist auch ein neuer Schüler in die Klasse gekommen. Dieser Schüler heißt Sven. Sven kann aber noch nicht so gut Deutsch. Tim hat Sven deshalb seine Hilfe angeboten.

 

Lösung:

Tim hatte Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung und der Grammatik. Deshalb wollte er in den Ferien freiwillig jeden Tag ein Übungsdiktat schreiben. Seinen Plan hat Tim tatsächlich umgesetzt. Nach den Ferien konnte erseine Deutschnote so deutlich verbessern. Übrigens ist auch ein neuer Schüler in die Klasse gekommen. Dieser Schüler heißt Sven. Sven kann aber noch nicht so gut Deutsch. Tim hat Sven deshalb seine Hilfe angeboten.

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Thema: Grammatik Deutsch

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