7 Tipps für Deutschlerner, die sich mit Fremdsprachen schwertun

7 Tipps für Deutschlerner, die sich mit Fremdsprachen schwertun  

Nicht jeder ist ein Sprachgenie, das im Handumdrehen eine neue Sprache beherrscht. Aber selbst wenn es mit dem Zugang zu einer Fremdsprache nicht so richtig klappen will, ist das kein Grund, zu verzweifeln. Für diejenigen, die sich mit dem Deutschlernen schwertun, haben wir 7 Tipps zusammengestellt!

 

Es gibt Menschen, die ein Talent fürs Sprachenlernen haben. Sie müssen sich nur kurz mit einer Fremdsprache beschäftigen und schon können sie die ersten Lernerfolge verzeichnen. Bei anderen gehören Fremdsprachen nicht unbedingt zu den Stärken. Sie brauchen länger, bis sie sich mit einer Sprache anfreunden können.

Wirklich schlimm ist das aber nicht. Denn beim Sprachenlernen kommen viele verschiedene Aspekte zusammen: Das Lesen, das Schreiben, das Sprechen oder das Übersetzen gehören genauso dazu wie das Büffeln von Vokabeln und Grammatikregeln. Und sicherlich hat jeder Bereiche, in denen er besser ist, und Bereiche, die ihm nicht so gut liegen.

So kommt der eine vielleicht besser mit der gesprochenen Sprache zurecht, während der andere lieber liest oder auswendig lernt. Jedenfalls ist niemand in allen Bereichen, die beim Sprachenlernen tangiert werden, schlecht. Damit das Lernen einer neuen Sprache erfolgreicher verläuft und mehr Spaß macht, gilt es also, die eigenen Stärken herauszufinden und gezielt zu nutzen. Wie das klappen kann?

 

Hier sind sieben Tipps für Deutschlerner, die sich mit Fremdsprachen schwertun!

 

Tipp 1: Interessante Themen aussuchen.

Der Text vom Lieblingslied, Namen, Adressen, Termine, das Lieblingsgedicht oder die Aufstellung einer Sportmannschaft prägen sich scheinbar automatisch ein. Doch wenn es darum geht, sich Vokabeln oder Grammatikregeln zu merken, will das Gedächtnis einfach nicht mitspielen. – Vielen Menschen geht es so.

Dinge, die einen interessieren, wichtig sind oder eine besondere Bedeutung haben, kann sich fast jeder gut merken. Andere Dinge hingegen wollen einfach nicht in den Kopf. Mit Blick aufs Deutschlernen gibt es hier aber eine recht simple Lösung. So kann der Lernende Themen, die ihm liegen, mit der deutschen Sprache verknüpfen. Interessiert er sich beispielsweise für Musik, kann er sich deutschsprachige Songs anhören.

Hat er ein Faible für Sport, kann er sich Sportsendungen ansehen und Spielpläne studieren. Auf diese Weise nähert er sich der deutschen Sprache an. Und wenn der Knoten erst einmal geplatzt ist, fällt auch das Lernen der Theorie leichter.

 

Tipp 2: Konzentriert lernen.

Es kommt immer wieder vor, dass der Lernende zwar einen Text liest, aber nicht wirklich versteht, was dort eigentlich steht. Oder dass er beim Lesen mit seinen Gedanken woanders ist. Oder sein Blick regelmäßig zum Handy geht, um keine Nachricht zu verpassen.

Vielleicht kommt auch gerade sein Lieblingslied im Radio oder vor dem Fenster spielt sich eine interessante Szene ab. Natürlich ist der Lernende kein Roboter, der rein aufs Lernen programmiert ist und alles andere um sich herum einfach so ausblenden kann. Um effektiv zu lernen, ist es aber wichtig, sich wirklich nur auf eine Sache zu konzentrieren. Andererseits muss eine Lerneinheit nicht ewig dauern.

Es reicht aus, wenn sich der Lernende vornimmt, jeden Tag eine Seite aufmerksam und fokussiert zu lesen. Dadurch lernt er mehr, als wenn er sich stundenlang nur halbherzig mit dem Deutschlernen beschäftigt.

 

Tipp 3: Eigene Lernmethoden finden.

Jeder Mensch lernt anders. So kann sich der eine Dinge besonders leicht einprägen, wenn er sie mehrmals liest. Der andere muss Inhalte hören oder in Bildern sehen. Wieder ein anderer lernt am besten, wenn er die Dinge anfassen, riechen oder schmecken kann.

Der eine ist gut im Auswendiglernen, der andere braucht Eselsbrücken oder Geschichten drum herum. Der Lernende sollte also zunächst einmal herausfinden, welche Lernmethoden ihm am meisten bringen. Dabei müssen dies keine gängigen Lernmethoden sein. Entscheidend ist vielmehr, dass der Lernende für sich einen Weg findet, wie er sich Inhalte am effektivsten erschließen und einprägen kann. Diesen Weg kann er dann einschlagen, um Deutsch zu lernen. 

 

Tipp 4: Aufmerksam zuhören.

Beim Deutschlernen kommt es zunächst einmal darauf an, die richtigen Wörter zu finden und grammatikalisch richtige Sätze zu bilden. An der Aussprache kann immer noch gefeilt werden. Und selbst wenn ein kleiner Akzent bleibt, ist das nicht weiter schlimm. Langfristig sollte das Ziel aber schon sein, möglichst akzentfrei zu sprechen.

Je nach Herkunft und Muttersprache wird es im Deutschen zwar den einen oder anderen Laut geben, der nicht so richtig über die Lippen kommen will. Doch mit etwas Übung lassen sich auch die schwierigeren Laute imitieren. Und eine der besten Methoden, um die korrekte Aussprache zu lernen, besteht darin, Muttersprachlern aufmerksam zuzuhören. Sie machen vor, wie es geht, und der Lernende muss nur noch wiederholen. So prägt sich die richtige Aussprache im Laufe der Zeit von ganz alleine ein.

 

Tipp 5: Viel sprechen.

Das Ziel vom Deutschlernen besteht darin, sich auf Deutsch verständigen zu können. Und verständigen bedeutet, dass der Lernende nicht nur Deutsch versteht, sondern auch auf Deutsch kommunizieren kann. Deshalb bringt es nicht viel, wenn der Lernende immer nur die Theorie paukt und anderen zuhört.

Stattdessen muss er das Gelernte auch praktisch anwenden. Natürlich wird das vor allem am Anfang Überwindung kosten. Aber je öfter der Lernende Deutsch spricht, desto sicherer wird er werden. Interessant in diesem Zusammenhang ist übrigens, dass viele Menschen eine andere Stimme haben, wenn sie eine Fremdsprache sprechen.

So sprechen sie beispielsweise tiefer oder höher, lauter oder leiser. Der Grund hierfür ist, dass sie ihre Stimme den Lauten und der Klangfarbe der Fremdsprache instinktiv anpassen.

 

Tipp 6: Keine Angst vor Fehlern haben.

Niemand ist perfekt! Selbst bei Muttersprachlern schleichen sich gelegentlich Grammatikfehler ein und auch sie kommen manchmal einfach nicht auf das richtige Wort.

Zudem sind es oft gerade die sprachlichen Patzer, die für die schönsten Geschichten und lustigsten Momente sorgen. Der Lernende sollte deshalb nicht allzu viel nachdenken, sondern seine Hemmungen ablegen und munter drauflos sprechen. So verliert er nach und nach die Scheu und findet einen immer besseren Zugang zu der Sprache.

 

Tipp 7: Nicht aufgeben!

Es ist zwar richtig und wichtig, sich Ziele zu setzen. Wenn der Lernende seine Ziele aber zu hoch steckt oder sich permanent selbst unter Druck setzt, wird der Frust immer größer. Denn wenn die erhofften Fortschritte ausbleiben, wird sich der Lernende in seiner Vermutung, kein Talent fürs Sprachenlernen zu haben und die deutsche Sprache nie beherrschen zu können, nur bestätigt sehen.

Die Gefahr, dass er dann aufgibt, ist groß. Wichtig ist deshalb, dass sich der Lernende nur kleine, realistische Ziele steckt und das Deutschlernen zur Gewohnheit macht. So wird er zwar länger brauchen und nur kleine Lernfortschritte verzeichnen, dafür aber kontinuierlich vorwärtskommen. Und auch wenn aus dem Lernenden vielleicht kein Sprachgenie mehr wird, kann er am Ende doch stolz feststellen, dass er erfolgreich Deutsch gelernt hat. Zudem gilt: Kein allzu gutes Deutsch ist immer noch besser als gar kein Deutsch…

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